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Mehr Lebensqualität trotz Parkinson

KÖLN (MedCon) - Parkinson-Betroffene leiden auch und vor allem über ihren zunehmend kleiner werdenden Aktionsradius. Alltagsverrichtungen, die bisher leicht von der Hand gingen, werden zur Belastung. Die Schweizer Parkinson Gesellschaft hat ein paar nützliche Tipps parat, um wieder mehr Lebensqualität in den Alltag zu bringen.

Parkinson-Kranke sollten - so rät die Selbsthilfegruppe - als erstes eine Liste ihrer täglichen Verrichtungen aufstellen und nach folgenden Gesichtspunkten durchleuchten: Ist die Arbeit wirklich notwendig? Wenn ja, kann ich sie delegieren? Das entlastet das Zeitbudget und gibt mehr Freiraum für gemeinsame Unternehmungen.

Wichtig auch: Sie sollten sich rechtzeitig nach professioneller/ bezahlter Hilfe umsehen. So kann eine Zugehfrau, die auch bügelt, schon eine große Entlastung sein. Und: Manche Arbeiten sind zu zweit einfacher und schneller (z.B. Aufräumen von Schränken, Großeinkauf etc.).

Arbeiten lassen sich in den meisten Fällen vereinfachen: Sprechen Sie mit der Physiotherapeutin über die Bewegungsabläufe. Ergotherapeutinnen kennen Arbeitshilfen. Lassen Sie sich wegen medizinischer Hilfsmittel vom betreuenden Arzt oder in einem Sanitätshaus beraten.

Versuchen Sie, die Freude am Arbeiten nicht zu verlieren: Stellen Sie sich auch hier die Frage: Macht die Beschäftigung Spaß? Bringt sie mich auf andere Gedanken? Ist sie mit sozialen Kontakten verbunden? Beispiel Gartenarbeit: Macht sie Freude, dann sollten Sie nicht darauf verzichten. Auch wenn sie nicht leicht ist, verschafft sie doch Befriedigung, Bewegung an frischer Luft und beschert Erfolgserlebnisse. Wahrscheinlich sind jetzt mehr Ruhepausen nötig. Richten Sie sich draußen an einem schönen Ort einen Ruheplatz ein, wo sie schon vor Beginn der Arbeit ein Getränk und Lektüre zur Erholung ohne zusätzliche Gänge deponieren.

Einkaufen wird von Betroffenen oft als Schwerarbeit empfunden, bringt aber auch Sinneseindrücke und Kontakt. Vieles kann man sich nach Hause liefern lassen. Wenn der Anblick von frischem Gemüse und die Düfte von Lebensmitteln Ihnen Freude machen: Kaufen Sie in kleinen Läden mit persönlicher Bedienung ein. Stellen Sie sich beim Personal vor, erklären Sie, warum Sie oft etwas mehr Zeit an der Kasse brauchen. Und gönnen Sie sich öfter mal was Schönes, auch wenn es purer Luxus ist!

Quelle: Schweizer Parkinson Gesellschaft

Letzte Änderung: 26.07.2007, 17:34 Uhr

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Stand: 26.07.2007, 17:34 Uhr
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