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PIT - Das Parkinson-Info-Telefon

HAGEN(MedCon) — PIT heißt das Kürzel, das sich Parkinson–Patienten und deren Angehörige merken sollten: Denn dahinter verbirgt sich ein in Deutschland bisher einmaliger Service für Notfälle — das Parkinson–Info–Telefon der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. in Zusammenarbeit mit der Johanniter–Unfall–Hilfe e.V. (JUH). Es steht Betroffenen jetzt bundesweit bei medizinischen Problemen und allgemeinen Fragen über die Krankheit zur Verfügung.

Rund um die Uhr können Betroffene unter der Telefonnummer 01805 – 19 19 09 einen Ansprechpartner erreichen, der schon im Rahmen des Telefonats behilflich ist oder eine direkte Hilfestellung umgehend organisiert.

Außerdem können z. B. fachmedizinische Fragen an einen Expertenrat von spezialisierten Ärzten weitergeleitet werden. Ein Anruf des Parkinson–Info–Telefons (PIT) kostet aus dem Festnetz der Deutschen Telekom 12 ct. pro Minute. Weitere Folgekosten entstehen nicht.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der JUH wurden für diese Aufgabe intensiv geschult. Aktuell stehen in der „Notrufzentrale“ in Hagen Helfer sieben Tage die Woche an fünf Arbeitsplätzen im 24-Stunden–Rhythmus zur Verfügung. Seit der kürzlich erfolgten Inbetriebnahme des PIT gehen dort täglich etwa 300–400 Anrufe ein. Dabei sind die wenigsten dieser „Hilferufe“ tatsächlich auch Notfälle, die z. B. den sofortigen Einsatz eines Rettungsdienstes erforderlich machen. Vielmehr handelt es sich häufig um (erste) Kontaktaufnahmen verunsicherter und einsamer Menschen/Patienten, denen im Dialog sehr schnell eine weiterführende Hilfe vermittelt werden kann.

Laut JUH leben alleine in Deutschland etwa 250.000 Menschen mit Morbus Parkinson. Die Zahl der Neuerkrankungen wächst jährlich. Außerdem gibt es eine nicht genau zu schätzende Dunkelziffer an Patienten, die noch nicht oder falsch diagnostiziert sind.

Die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. (dPV) als Selbsthilfeorganisation aller von dieser Erkrankung betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit ihren Aktivitäten Forschung und Therapie zu fördern, Anlaufstation zu sein, Fragen zu beantworten und Hilfestellung zu geben – kurzum: die Lebensqualität der von dieser Erkrankung betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen ein klein wenig zu verbessern.

Quelle: Johanniter–Unfall–Hilfe e.V. (JUH)

Letzte Änderung: 26.07.2007, 17:34 Uhr

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