PALO ALTO (MedCon) – Wird im Gehirn die Produktion von Substanzen, die sich auch in Marihuana finden lassen, stimuliert, könnte dies die Beweglichkeit von Parkinson-Patienten deutlich verbessern. Bei Mäusen konnten Wissenschaftler der Stanford University eine fünf- bis sechsfache Verstärkung der motorischen Aktivität bewirken.
Dr. Anatol Kreitzer und Kollegen verabreichten Mäusen mit einer Parkinson-ähnlichen Erkrankung zwei Wirkstoffe: ein gebräuchliches Parkinson-Medikament und eine Substanz, die im Gehirn die Ausschüttung von Endocannabinoiden anregt, die dem Wirkstoff in Marihuana ähneln.
Innerhalb von 15 Minuten begannen die zuvor durch die Krankheit fast völlig gelähmten Nager herumzulaufen, berichten die Forscher im Magazin Nature. Dieser Effekt zeigte sich jedoch nur, wenn beide Medikamente gleichzeitig eingesetzt wurden. Einzeln konnten sie diese massive Verbesserung nicht bewirken.
Die Wissenschaftler betonen, die Befunde bedeuteten nicht, dass das Rauchen von Marihuana die Symptome von Parkinson lindern kann. Bis die Stimulation der Endocannabinoide beim Menschen zum Einsatz kommen könne, sei es noch ein langer Weg. Doch die Möglichkeit, jene Fehlfunktionen, die der Krankheit zugrunde liegen, zu manipulieren, sei ein erster Schritt.
Quelle: Nature, Februar 2007
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Letzte Änderung: 26.07.2007, 17:34 Uhr
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Stand: 26.07.2007, 17:34 Uhr
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