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Kreatin - neuer Hoffnungsträger in der Parkinson-Forschung

BETHESDA (MedCon) - Auf der Suche nach neuen Wirkstoffen gegen Morbus Parkinson durchforsten Forscher kontinuierlich unzählige Stoffe und Substanzen. Dabei stießen sie auf das Nahrungsergänzungsmittel Kreatin, das eigentlich von Bodybuildern eingenommen wird in der Hoffnung, dadurch ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Nun hat das National Institute of Neurological Disorders and Stroke, eine Unterabteilung des amerikanischen Gesundheitsministeriums, eine große Studie gestartet, die herausfinden soll, ob Kreatin das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit verlangsamen kann.

Lebensqualität ist oberstes Ziel

"Diese Studie ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer Therapie, die den Ablauf dieser verheerenden Krankheit verändern könnte", sagte Dr. Elias A. Zerhouni von der Forschungsabteilung des amerikanischen Gesundheitsministeriums. "Unser Ziel ist es, die Lebensqualität von Parkinson-Erkrankten für einen längeren Zeitraum zu verbessern, als derzeitige Therapien dies können."

An der Studie werden 1720 Parkinson-Patienten in einem frühen Stadium teilnehmen, 51 medizinische Zentren in ganz Amerika und Kanada werden sich beteiligen. Die fünf bis sieben Jahre andauernde Untersuchung wird von der University of Rochester in New York und von der Medical University of South Carolina in Charleston koordiniert.

Kreatin ist ein Nahrungsergänzungsmittel

Kreatin wird als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Einige Studien legen die Vermutung nahe, dass es in der Lage ist, die Funktion der Mitochondrien, die in den Zellen für die Energieproduktion zuständig sind, zu verbessern. Außerdem gehen Forscher davon aus, dass Kreatin ein Antioxidans ist, das Hirnzellen vor schädlichen Freien Radikalen schützen kann.

Die Wissenschaftler werden das Fortschreiten der Krankheit unter Einnahme von Kreatin oder eines Placebos messen - anhand von Faktoren wie Gehfähigkeit, geistigen Funktionen und anderen Verrichtungen des täglichen Lebens.

Jede Substanz, die das Fortschreiten der Krankheit verlangsame, könne für Menschen, die mit Parkinson leben müssen, von entscheidendem Vorteil sein, erklären die Forscher ihre Motivation.

Letzte Änderung: 26.07.2007, 17:34 Uhr

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Stand: 26.07.2007, 17:34 Uhr
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