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Umweltgifte beeinflussen schon in der Kindheit das spätere Parkinson-Risiko

NOVATO (MedCon) – In einer neuen Studie zeigten Wissenschaftler des Buck Institute for Age Research im kalifornischen Novato, dass junge Mäuse, die zuviel Eisen aufnehmen oder dem Pflanzenschutzmittel Paraquat ausgesetzt sind, im Alter an einer Parkinson-ähnlichen Neurodegeneration litten. Wurden sie jedoch zusätzlich mit einem Antioxidans behandelt, verminderte das den Verlust an Nervengewebe.

Eisen und Pflanzenschutzmittel im Futter

Die Wissenschaftler um Dr. Julie K. Anderson vermuten deshalb, dass die giftigen Substanzen die Nervenzellen durch so genannten oxidativen Stress schädigen. Oxidativer Stress entsteht durch giftige Sauerstoffradikale, die das Erbgut und damit die Zellen schädigen.

Anderson und ihr Team arbeiteten mit genetisch identischen Mäusen, die also gleich empfindlich für die Entstehung einer neurodegenerativen Krankheit waren. Eine Mäusegruppe erhielt im Jungtieralter einen Überschuss an Eisen im Futter, eine andere Gruppe erhielt das Herbizid Paraquat. Eine dritte Gruppe wurde beiden Substanzen ausgesetzt und eine vierte Gruppe wurde von den Giftstoffen ferngehalten.

Die Hälfte der Mäuse in jeder Gruppe erhielt zusätzlich eine antioxidierend wirkende Substanz, die vor oxidativem Stress schützt.

Nerventod und Nervenschutz

Diejenigen Mäuse, die beiden Giftstoffen ausgesetzt waren, zeigten schon im mittleren Alter Symptome einer neurodegenerativen Krankheit: Der oxidative Stress nahm zu, die Nervenfunktionen nahmen ab und es gingen Nervenzellen verloren.

Bei den Mäusen, die zusammen mit dem Umweltgift ein Antioxidans erhalten hatten, zeigte sich jedoch deutlich weniger absterbendes Nervengewebe in der Gehirnregion, die normalerweise von der Parkinson-Krankheit betroffen ist.

Früherkennung unbedingt nötig

„Die Tatsache, dass die Behandlung mit einem Antioxidans einen großen Teil des Nervenschadens verhindern konnte, deutet auf die große Notwendigkeit hin, einen Test zu entwickeln, der Parkinson schon möglichst früh erkennt“, sagte Studienautorin Anderson. „Im Moment wird die Erkrankung beim Menschen normalerweise erst dann festgestellt, wenn schon 60 Prozent der von Parkinson betroffenen Nervenzellen abgestorben sind; die Behandlung mit einem Antioxidans würde jedoch maximal effektiv sein, wenn sie schon vor dem Auftreten erster Symptome durchgeführt werden könnte.“

Quelle: Journal of Neuroscience, Juni 2007

Letzte Änderung: 26.07.2007, 17:34 Uhr

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Stand: 26.07.2007, 17:34 Uhr
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