BOSTON (MedCon) – Moderates bis intensives sportliches Training senkt offenbar das Parkinsonrisiko, wie US-Forscher kürzlich bei der Jahrestagung der amerikanischen Neurologen berichteten. Für Erkrankte ist das sicherlich ein schwacher Trost, aber der Hinweis aus dieser Studie, dass sich Sport anscheinend positiv auf das Gehirn auswirkt, könnte auch für sie gelten.
Das Forscherteam um Dr. Evan L. Thacker von der Harvard School of Public Health in Boston beobachtete zehn Jahre lang mehr als 143 000 Senioren. Im Laufe dieser Jahre entwickelten 413 Personen Parkinson. Die Auswertung ergab, dass Menschen, die mäßig bis intensiv Sport trieben, ein um 40 Prozent geringeres Parkinson-Risiko hatten als jene, die ihre Freizeit immer auf der Couch verbrachten oder höchstens mal spazieren gingen.
Als mäßige bis intensive sportliche Aktivität galt ein Training von einer halben Stunde täglich oder länger.„Diese Studie beweist nicht, dass Sport zu dem verringerten Parkinson-Risiko führte – es ist möglich, dass etwas anderes das Risiko senkte“, kommentiert Thacker.
„Aber angesichts all der anderen Vorteile von Sport macht es sicher nichts, mehrmals pro Woche moderat bis intensiv zu trainieren.“ Die Forscher nahmen zudem unter die Lupe, ob sich Sport im Alter von 40 Jahren auf das Parkinson-Risiko auswirkte – fanden jedoch keinen Zusammenhang. „Wenn Sport tatsächlich in irgendeiner Form vor Parkinson schützt, scheint der Schutz relativ kurzfristiger Natur zu sein“, sagte Thacker.
Quelle: Jahrestagung 2007 der American Academy of Neurology
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Letzte Änderung: 06.08.2007, 11:49 Uhr
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Stand: 06.08.2007, 11:49 Uhr
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