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"Nervenfutter" gegen Parkinson

HELSINKI (MedCon) - In Studien an Ratten haben finnische Forscher einen so genannten neurotrophen Faktor entdeckt, der Nervenzellen im Gehirn schützte. Ein solcher Faktor ist sozusagen Nervenfutter - er konnte in der Studie die Funktion von Nervenzellen wieder herstellen und sie vor schädlichen Einflüssen schützen.

Gehirnschutz für Nager

Das Team um Dr. Mart Saarma von der Universität Helsinki bezeichnet dieses Nervenfutter als "konservierten Dopamin-neurotrophen Faktor", wobei der englische Name mit CDNF abgekürzt wird. Nach Ansicht der Forscher könnte dieser Faktor sich als nützlich in der Parkinson-Therapie erweisen. CDNF wird von Zellen freigesetzt. Der Aufbau des Faktors ist schon seit vielen Generationen stabil, was seine Bedeutung für den Stoffwechsel unterstreicht. An Ratten konnten Saarma und seine Mitarbeiter die schützende Wirkung einer CDNF-Injektion in das Gehirn demonstrieren:

Rettung für Nervenzellen

Erfolgte diese vor der Injektion einer schädlichen Substanz, die Parkinson-ähnliche Symptome hervorruft, konnten die dopaminergen Nervenzellen in der Schwarzen Substanz fast vollständig gerettet werden. Dopaminerg bedeutet soviel wie "auf Dopamin reagierend" bzw. "Dopamin (als Nervenbotenstoff) enthaltend".

Mehr noch: Wurde CDNF vier Wochen später verabreicht, wurde die dopaminerge Funktion wieder hergestellt und einem Abbau der Nervenzellen vorgebeugt. CDNF könnte sich somit entweder als therapeutische Substanz gegen Parkinson erweisen oder den Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Substanzen bilden, hoffen die Wissenschaftler nun.

Quelle:
Erstellt von MedCon aus Nature. 2007 Jul 5;448(7149):73-7

Letzte Änderung: 31.01.2008, 16:55 Uhr

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Stand: 31.01.2008, 16:55 Uhr
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