HELSINKI (MedCon) - Ein hoher Cholesterinspiegel scheint einer finnischen Studie zufolge das Risiko für die Parkinson-Erkrankung zu erhöhen. Ihre neuen Erkenntnisse stellen Dr. Gang Hu und seine Kollegen vom nationalen Institut für öffentliche Gesundheit in Helsinki in der Fachzeitschrift Neurology vor.
Menschen mit „schlechten“ Cholesterinwerten erkranken häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen - das ist eine wohlbekannte Tatsache. Doch ob ein hoher Cholesterinspiegel auch das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson erhöht, war bisher noch umstritten.
Eben diesen Zusammenhang untersuchten die finnischen Wissenschaftler bei 24.773 Männern und 26.153 Frauen zwischen 25 und 74 Jahren. Die Studienteilnehmer waren zu Studienbeginn nicht an Parkinson erkrankt und hatten nie einen Schlaganfall gehabt.
Hus Arbeitsgruppe begleitete die Studienteilnehmer im Durchschnitt 18 Jahre lang. In dieser Zeit erkrankten 321 Männer und 304 Frauen an Parkinson. Diejenigen Teilnehmer mit den höchsten Cholesterinwerten hatten ein um 86 Prozent höheres Risiko an Parkinson zu erkranken als die Teilnehmer mit den niedrigsten Cholesterinwerten.
Dieses Ergebnis blieb auch dann noch bestehen, als die Wissenschaftler Störfaktoren wie unterschiedliches Alter, verschiedene Werte für Body Mass Index und Blutdruck oder das Rauchen von Zigaretten aus den Daten herausrechneten.
Allerdings bestand der Zusammenhang zwischen dem Cholesterinspiegel und der Erkrankung an Parkinson nur bei Personen im Alter zwischen 25 und 54 Jahren. „Bei Studienteilnehmern über 55 Jahren fanden wir keine solche Verbindung“, schreiben Hu und seine Kollegen.
Quelle: Erstellt von MedCon aus: Neurology 2008;70:1972-1979
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Letzte Änderung: 11.07.2008, 15:57 Uhr
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Stand: 11.07.2008, 15:57 Uhr
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