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Diagnose Parkinson? Überprüfung kann nicht schaden

ABERDEEN (MedCon) – Wendet sich ein Patient mit Beschwerden an seinen Arzt, ist eine akkurate Diagnose entscheidend, um die richtige Behandlung einleiten zu können. Doch eine neue Studie zeigt, dass bei vielen Patienten, bei denen ursprünglich Parkinson festgestellt wurde, die Diagnose später noch einmal korrigiert werden muss.

Dr. Carl Counsell von der University of Aberdeen und seine Kollegen untersuchten in ihrer Studie 66 Patienten, bei denen Parkinson vermutet oder definitiv diagnostiziert worden war. Diese Patienten wiesen typische Parkinson-Symptome auf – wie Tremor, Steifheit, Verlangsamung der Bewegung und einen schlurfenden Gang.

Knapp zweieinhalb Jahre später schauten die Forscher, was aus den 66 Patienten und ihren Diagnosen geworden war. Sie fanden heraus, dass bei 22 der Patienten – also 33 Prozent – inzwischen eine andere Krankheit als Parkinson festgestellt worden war.

Neue Symptome geben Aufschluss

Die Gründe für die Aufhebung der ursprünglichen Parkinson-Diagnose seien vielfältig gewesen, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Journal of Neurology, Neurosurgery, and Psychiatry: Bei einigen Patienten waren neue Beschwerden aufgetreten, die untypisch für Parkinson waren. Bei anderen war es zu Beeinträchtigungen der Denkfähigkeit gekommen oder eine Röntgenuntersuchung hatte Hinweise auf eine andere Erkrankung geliefert.

Auch wenn die Patienten nicht auf die medikamentöse Parkinson-Behandlung ansprachen oder die Erkrankung – wie bei Parkinson eigentlich üblich – nicht fortschritt, war dies für die behandelnden Ärzte Anlass gewesen, die Diagnose zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

So erwiesen sich beispielsweise die Beschwerden von mehr als einem Drittel der 66 Patienten letztlich als Symptome einer Lewy-Körperchen-Demenz – einer Erkrankung, die eng mit Parkinson zusammenhängt.

Regelmäßige Untersuchung empfehlenswert

Die wichtigste Schlussfolgerung aus dieser Studie sei, dass Ärzte, wenn sie die Diagnose Parkinson stellen, sich immer bewusst sein müssten, dass diese Anfangsdiagnose falsch sein kann, unterstreichen die Forscher.

Sie empfehlen deshalb, Patienten, bei denen Parkinson festgestellt wurde, regelmäßig erneut zu untersuchen – mindestens einmal im Jahr – und, falls nötig, die Diagnose und damit einhergehend natürlich auch die Therapie zu ändern.

Quelle: Erstellt von MedCon aus Journal of Neurology, Neurosurgery, and Psychiatry, 2008 Nov; 79 (11): 1202-7

Letzte Änderung: 13.01.2009, 13:12 Uhr

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Stand: 13.01.2009, 13:12 Uhr
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