MINNEAPOLIS (MedCon) – In einer neuen Studie haben Wissenschaftler der Universität von Minnesota weitere Hinweise darauf gefunden, dass depressive Symptome ein frühes Anzeichen der Parkinson-Krankheit sein könnten.
In der Studie zeigte sich, dass Patienten mit depressiven Symptomen in den folgenden zwei Jahren ein doppelt so hohes Risiko hatten an Parkinson zu erkranken.
Mehrere Untersuchungen haben schon angedeutet, dass es einen Zusammenhang zwischen Depressionen und Parkinson geben könnte. Dabei ist jedoch unklar, ob eine der beiden Erkrankungen die andere verursacht, oder ob beide gemeinsame zugrunde liegende Ursachen haben.
Dr. A. Alonso und seine Kollegen nahmen in ihre Studie 999 Patienten mit Parkinson auf. Außerdem nahmen 6261 Menschen ohne Parkinson als Vergleichspersonen teil.
Studienteilnehmer mit depressiven Symptomen erkrankten mit einer um 85 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit an Parkinson als diejenigen ohne depressive Symptome, berichten Alonso und sein Team im Journal of Neurology, Neurosurgery, and Psychiatry.
Basierend auf ihren Ergebnissen empfiehlt die Arbeitsgruppe, dass Patienten mit Depressionen, die Bewegungsstörungen zu entwickeln beginnen, sofort medizinisch untersucht werden sollten, um eine mögliche Parkinson-Erkrankung auszuschließen.
Quelle: J Neurol Neurosurg Psychiatry 2009; 80: 671-674. Use of antidepressants and the risk of Parkinson’s disease: a prospective study. A Alonso, L A García Rodríguez, G Logroscino, and M A Hernán
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Letzte Änderung: 05.06.2009, 11:29 Uhr
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Stand: 05.06.2009, 11:29 Uhr
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