SUNNYVALE (BIERMANN) – Menschen, die beruflich Kontakt mit Pestiziden (Pflanzenschutzmitteln) haben, scheinen ein erhöhtes Parkinson-Risiko zu haben, so ein Bericht in der September-Ausgabe der Archives of Neurology.
Dr. Caroline M. Tanner und Mitarbeiter vom Parkinson's Institute, Sunnyvale, Kalifornien, untersuchten 519 Personen mit Parkinson und 511 Vergleichspersonen ohne die Erkrankung. Sie wurden nach ihrer beruflichen Vorgeschichte und der Exposition gegenüber Toxinen (Giftstoffen), darunter auch Lösungsmittel und Pestizide, befragt.
44 der Parkinson-Patienten (88,5 Prozent) gaben an, mit Pestiziden in Kontakt gekommen zu sein, bei den Vergleichspersonen waren es 27 (5,3 Prozent): ein statistisch bedeutsamer Unterschied. Die Autoren schlussfolgern deshalb, dass die berufliche Pestizidexposition mit einem erhöhten Parkinson-Risiko verbunden war.
Drei einzelne Substanzen - ein Chlorkohlenwasserstoff (2,4-Dichlorphenoxyessigsäure), ein Herbizid (Paraquat) und ein Insektizid (Permethrin) - waren mit einem verdreifachten Parkinson-Risiko verbunden. Bei allen drei Substanzen ist im Labor bereits gezeigt worden, dass sie negative Effekte auf Dopamin-bildende Zellen haben – also die Nervenzellen, die bei Morbus Parkinson beeinträchtigt sind.
Quelle: Arch Neurol. 2009 Sep; 66 (9): 1106-13. Occupation and risk of parkinsonism: a multicenter case-control study. Tanner CM, Ross GW, Jewell SA, Hauser RA, Jankovic J, Factor SA, Bressman S, Deligtisch A, Marras C, Lyons KE, Bhudhikanok GS, Roucoux DF, Meng C, Abbott RD, Langston JW.
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Letzte Änderung: 01.10.2009, 16:07 Uhr
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Stand: 01.10.2009, 16:07 Uhr
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