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Altbekannter Arzneistoff könnte vor Parkinson schützen

BOSTON (Biermann) – Die regelmäßige Einnahme des eigentlich gegen Schmerzen und Fieber eingesetzten Arzneistoffs Ibuprofen könnte vor der Parkinson-Krankheit schützen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Harvard School of Public Health in Boston mit insgesamt 136.474 Teilnehmern.

Die zu Studienbeginn gesunden Teilnehmer wurden zu ihrer Nutzung von nicht-steroidalen antientzündlichen Medikamenten (NSAID), zum Beispiel Aspirin, Ibuprofen und Acetaminophen, befragt.

Studie: Parkinson-Risiko sinkt um 40 Prozent

Nach sechs Jahren waren 293 Studienteilnehmer an Parkinson erkrankt. Es zeigte sich, dass diejenigen, die regelmäßig Ibuprofen eingenommen hatten, mit 40 Prozent geringerer Wahrscheinlichkeit an Parkinson erkrankt waren als Teilnehmer, die kein Ibuprofen eingenommen hatten. Zudem erkrankten Personen, die mehr Ibuprofen einnahmen, seltener als Personen, die weniger von dem Arzneistoff verwendeten.

Vorbeugende Einnahme vorläufig nicht empfehlenswert

„Ibuprofen war das einzige NSAID, das mit einem verringerten Parkinsonrisiko verbunden war“, berichtet Autor Dr. Xiang Gao. „Andere NSAID und Analgesika, wie Aspirin und Acetaminophen, schienen keinen Effekt auf das Parkinsonrisiko der Verwender zu haben.“

Nun seien weitere Forschungsarbeiten notwendig, um zu ergründen, weshalb und wie Ibuprofen auf das Parkinsonrisiko wirkt. Bis diese vorliegen, ist davon abzuraten, den Arzneistoff vorbeugend einzunehmen.

Quelle: 62. Jahrestagung der  American Academy of Neurology, Toronto, 10. bis 17. April 2010

Letzte Änderung: 16.04.2010, 14:05 Uhr

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Stand: 16.04.2010, 14:05 Uhr
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