Frankfurt am Main, 10.07.2009
GAINESVILLE (MedCon) – Parkinson-Patienten können ihrer Lunge etwas Gutes tun, indem sie die Muskeln, die für das Atmen, Husten, Schlucken und Sprechen zuständig sind, trainieren. Einer neuen Studie zufolge schützen sie sich so vor Lungenentzündungen.
Schluckbeschwerden sind ein häufiges Symptom der Parkinson-Krankheit. So kann es vorkommen, dass beim Schlucken Speichel oder Nahrungsteilchen in die Lunge geraten, die dort die Entstehung einer Lungenentzündung fördern können. Der Fachausdruck hierfür ist Aspiration.
In der Fachzeitschrift Chest berichten Dr. Teresa Pitts von der Universität von Florida in Gainesville und ihre Kollegen von ihrer Studie an zehn Männern mit Parkinson, bei denen auf einem Röntgenbild der Lunge schon einmal eingeatmete Fremdkörper entdeckt wurden.
Die Männer führten vier Wochen lang ein Krafttraining für die Atemmuskulatur durch. Und tatsächlich stellten die Forscher fest, dass die Patienten nach dem Training kraftvoller husten und besser die Luft aus den Lunge pressen konnten, was wichtig ist, um einer Aspiration vorzubeugen.
Aus diesen ermutigenden Ergebnissen schlussfolgern Dr. Pitts und ihr Team, dass ein Training der Atemmuskulatur eine gut geeignete Behandlungsoption für Parkinson-Patienten ist, die zur Aspiration neigen.
Quelle: Erstellt von MedCon aus: Chest. 2009 May;135(5):1301-8. Impact of expiratory muscle strength training on voluntary cough and swallow function in Parkinson disease. Pitts T, Bolser D, Rosenbek J, Troche M, Okun MS, Sapienza C.
letzte Änderung 02. Februar 2012, 16:56 Uhr
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Stand: 06-Feb-2012, 04:49 AM
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