Fahrsimulator könnte Fahrtüchtigkeit bei Parkinson verbessern

Frankfurt am Main, 23.02.2010

AUGUSTA (Biermann) – Viele Parkinson-Patienten müssen im Laufe der Erkrankung das Fahren aufgeben. Am Medical College in Georgia untersuchen Forscher jetzt erstmals, ob ein Fahrsimulatortraining dabei helfen könnte, diesen einschneidenden Schritt hinauszuzögern.

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass geistig herausfordernde Aktivitäten den Erhalt der kognitiven Fähigkeiten fördern. „Die Frage ist jedoch, wie lange ein Patient diese antrainierten Fähigkeiten aufrecht erhalten kann“, sagte Dr. Abiodun Akinwuntan. Er geht davon aus, das das Simulatortraining die Abnahme der Fahrtüchtigkeit bremsen und den Patienten erlauben wird, länger selbst Auto zu fahren.

Alltagssituationen im Simulator trainieren

30 Patienten mit Parkinson im Stadium 2 (mäßige Behinderung) oder 3 (starke Behinderung) werden an der Studie teilnehmen und sich vor und nach der fünfwöchigen Trainingsphase sowohl einem Fahrtest im Simulator als auch auf der Straße unterziehen. Das Training im Fahrsimulator wird zehn einstündige Termine umfassen, bei denen die Teilnehmer verschiedene Verkehrssituationen bewältigen müssen, wie sie auch im Alltag vorkommen.

Die verschiedenen Szenarien testen die räumliche Wahrnehmung, die Aufmerksamkeit, das Erinnerungsvermögen, die Reaktionszeit, die Risikowahrnehmung und die exekutiven Funktionen (Planen und Entscheiden) der Patienten. Der Fahrsimulator dokumentiert wie oft der Fahrer über die Fahrbahnmarkierungen fährt, wie viele Strafzettel er wegen Geschwindigkeitsübertretungen bekommt, wie oft er Ampeln missachtet oder Unfälle verursacht.

Zwei bis drei Jahre mehr Selbstständigkeit

Der Vergleich der Fahrfähigkeiten vor und nach dem fünfwöchigen Training wird zeigen, ob das Simulatortraining die Fahrfähigkeiten verbessert und ob sich diese Fähigkeiten auch auf die Straße übertragen lassen. Dr. Akinwuntan vermutet, dass das Training den Patienten erlauben wird, zwei oder drei Jahre länger selbst einen Wagen zu steuern.

Quelle: Mitteilung des Medical College of Georgia, 1. Februar 2010

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letzte Änderung 02. Februar 2012, 16:56 Uhr

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Stand: 06-Feb-2012, 04:27 AM
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