Stürze lassen sich vorhersagen

Frankfurt am Main, 06.03.2013

SYDNEY (Biermann) – Stürze tragen einen großen Teil zur Krankheitslast von Parkinson-Patienten bei. Nun haben australische Wissenschaftler drei Merkmale identifiziert, die einen Sturz der Betroffenen in den kommenden Monaten relativ sicher vorhersagen können.

Dazu werteten sie verschiedene Krankheitsparameter von 205 Parkinson-Patienten sowie die Zahl der Stürze in der Vergangenheit aus und korrelierten diese Daten mit den in den darauffolgenden Monaten tatsächlich auftretenden Stürzen.

Dabei zeigte sich, dass Stürze im vorangegangenen Jahr, Momente des Freezings, also des plötzlichen Einfrierens von Bewegungen, im vorangegangenen Monat und eine selbstgewählte Gehgeschwindigkeit von weniger als 1,1 Metern pro Sekunde das künftige Sturzrisiko ähnlich gut vorhersagten wie ein deutlich komplexeres Modell aus sieben Parametern.

Das absolute Risiko für einen Sturz bezifferten die Forscher für Patienten, bei denen die drei Parameter auf ein geringes Risiko hingewiesen hatten, auf 17 Prozent, bei Patienten mit mittlerem Risiko betrug der absolute Wert 51 Prozent und bei Personen mit hohem Risiko 85 Prozent.

„Unsere Studie zeigt, dass sich das Sturzrisiko von Parkinson-Patienten ohne größere kognitive Beeinträchtigungen mit einem einfachen Instrument relativ genau vorhersagen lässt“, schlussfolgern die Wissenschaftler aus ihren Ergebnissen.

Quelle: Mov Disord., 28. Februar 2013. doi: 10.1002/mds.25404. [Epub ahead of print]

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letzte Änderung 19. Februar 2016, 10:24 Uhr

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Stand: 18-Nov-2017, 12:42 PM
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