Frankfurt am Main, 06.07.2010
KÖLN (Biermann) – Stürze gehören für Parkinson-Erkrankte zu den größten Gefahren. Sie können zu Verletzungen führen und die sowieso schon eingeschränkte Mobilität noch stärker beeinträchtigen. Könnte man Patienten, die besonders gefährdet sind, erkennen, ließen sich Stürze möglicherweise rechtzeitig vermeiden.
Australische Forscher begaben sich deshalb auf die Suche nach Testverfahren, mit denen man Patienten mit hohem Sturzrisiko aus der Gesamt-Population der Parkinson-Patienten herauspicken könnte.
In einer Studie, probierten Dr. Graham Kerr von der Queensland University of Technology in Brisbane an 101 Personen mit Parkinson verschiedene Tests aus: Einige untersuchten Parkinson-Symptome wie Tremor oder Freezing, andere das Gleichgewicht oder die Mobilität. Anschließend führten die Patienten sechs Monate lang Buch über jeden auftretenden Sturz.
Die Auswertung der Aufzeichnungen ergab, dass knapp die Hälfte der Studienteilnehmer in den sechs Monaten mindestens einmal stürzte, ein Viertel stürzte mehrmals. Und die Forscher fanden so heraus, dass es drei Testverfahren waren, die das Sturzrisiko am besten vorhersagten:
Wenn diese drei Tests kombiniert wurden, war es möglich, mit hoher Sicherheit die Patienten herauszupicken, die ein hohes Sturzrisiko hatten.
„Diese Tests sind leicht und schnell durchzuführen“, sagte Kerr. „Wenn wir erst einmal die Patienten identifizieren können, die ein erhöhtes Sturzrisiko haben, können wir Schritte unternehmen, um Stürze zu vermeiden.“
Quelle: Neurology, 23. Juni 2010. Predictors of future falls in Parkinson disease. Kerr GK, Worringham CJ, Cole MH, Lacherez PF, Wood JM, Silburn PA.
letzte Änderung 02. Februar 2012, 16:56 Uhr
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Stand: 06-Feb-2012, 05:50 AM
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