Frankfurt am Main, 07.12.2007
QUEBEC (MedCon) -Omega-3-Fettsäuren scheinen, einer neuen Studie der Université Laval zufolge, vor der Parkinson-Krankheit zu schützen. Diese Erkenntnisse veröffentlichten kanadische Forscher online im FASEB Journal, dem Journal der Federation of American Societies for Experimental Biology.
Dr. Frederic Calon und Dr. Francesca Cicchetti leiteten die Untersuchung, die im Tierversuch zum ersten Mal zeigte, dass eine an Omega-3-Fettsäuren reiche Ernährung das Gehirn vor Parkinson schützen könnte.
Die Wissenschaftler fütterten Labormäuse mit Futter, das besonders viel Omega-3-Fettsäuren enthielt. Dann setzten sie die Mäuse einer giftigen Substanz aus, die normalerweise im Gehirn die gleichen Schäden anrichtet wie die Parkinson-Krankheit. Doch die Mäuse schienen immun zu sein und wiesen keinerlei Schädigungen auf.
„Diese Substanz, die schon seit mehr als 20 Jahren in der Parkinson-Forschung verwendet wird, schädigt das Gehirn schneller als die Krankheit selbst und zerstört die dopaminproduzierenden Nervenzellen im Gehirn ebenso gezielt und effektiv“, hob Calon hervor.
Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Omega-3-Fettsäuren aus dem Futter im Gehirn der Mäuse bereits vorhandene Omega-6-Fettsäuren ersetzt hatten. Speziell eine bestimmte Omega-3-Fettsäure schien hier eine Rolle zu spielen: die Docosahexaensäure (DHA). Die Wissenschaftler gehen davon, dass der Schutzeffekt vor allem von dieser Fettsäure herrührt.
Doch Calon und Cicchetti ziehen noch einen weiteren Schluss aus ihren Untersuchungen: Gehirne, die viel Omega-6-Fettsäure enthalten, scheinen anfälliger für Parkinson zu sein. Omega-6-Fettsäuren stehen bereits länger im Verdacht, eine Rolle bei der Entstehung von Entzündungsreaktionen, Herzkrankheiten, Alzheimer-Demenz und Arthritis zu spielen.
Eine gesunde Ernährung sollte deshalb die Fettsäuren Omega-6 und Omega-3 im Verhältnis vier zu eins enthalten, empfehlen die Wissenschaftler. Reich an Omega-3-Fettsäuren sind Pflanzenöle wie Leinöl, Raps- oder Sojaöl. Gute Lieferanten sind außerdem fettreiche Fische wie Lachs, Makrele oder Hering.
„Unsere Befunde legen nahe, dass ein Mangel an DHA ein Risikofaktor für die Parkinson-Krankheit darstellt und dass es von Vorteil wäre, das Potenzial der Omega-3-Fettsäuren in der Vorbeugung und Therapie von Parkinson näher zu untersuchen“, schlussfolgern die Forscher.
Quelle:
Erstellt von MedCon aus FASEB J. 2007 Nov. 21; [Epub ahead of print]
letzte Änderung 02. Februar 2012, 16:56 Uhr
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Stand: 06-Feb-2012, 04:26 AM
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