Start des Kölner Netzwerks Parkinson

Frankfurt am Main, 31.08.2012

KÖLN (Biermann) - Nach sechsmonatiger Testphase startete Mitte August das Kölner Netzwerk Parkinson. Ziel des Projektes ist es, eine enge Verzahnung zwischen stationärer und ambulanter Versorgung der Patienten zu ermöglichen. Teilnehmen können Menschen mit der Diagnose Morbus Parkinson – unabhängig von Alter oder Krankenkassenzugehörigkeit.

An dem Kölner Netzwerk beteiligen sich Fachkräfte aus verschiedenen Berufsgruppen. Neben Ärzten und Pflegern gehören beispielsweise auch Physiotherapeuten und Logopäden dazu, damit die Therapie ganzheitlich ausgerichtet werden kann und unterschiedliche Bereiche abgedeckt werden. So soll eine gemeinsame Sprechstunde von niedergelassenen Ärzten, einem Neurologen der Uniklinik und einem Parkinson-Pfleger dazu beitragen, dass Patienten von dem gebündelten Fachwissen profitieren.

Die niedergelassenen Neurologen, die sich dem Netzwerk angeschlossen haben, beraten sich regelmäßig mit einem Facharzt der Uniklinik, damit Probleme schneller erkannt und Therapieänderungen eingeleitet werden können. „Durch eine verbesserte Kommunikation mit niedergelassenen Fachärzten und raschere Anpassung auf Verschlechterungen des Patientenzustandes soll eine optimierte Versorgung der Parkinson-Patienten gewährleistet werden“, erläutert Professor Lars Timmermann, Oberarzt an der Klinik für Neurologie an der Uniklinik Köln, die Zielsetzung des Netzwerkes.

Parkinson-Pfleger garantieren die häusliche Unterstützung

An dem Projekt sind auch Parkinson-Pfleger beteiligt, die die häusliche Begleitung der Patienten übernehmen. Sie stellen das Bindeglied zwischen dem Patienten und den behandelnden Ärzten dar. Beim ersten Besuch des Pflegers werden die alltäglichen Probleme des Betroffenen thematisiert und Hilfsangebote erarbeitet. Die folgenden Besuche dienen dazu, Änderungen des Gesundheitszustandes festzustellen und Beratungsgespräche zu allgemeinen Gesundheitsthemen durchzuführen.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Pfleger bei Bedarf direkt zu kontaktieren und gegebenenfalls nach Hause zu bestellen. Sollte der Patient stationär aufgenommen werden, so finden die Besuche im Krankenhaus statt. Unter anderem soll das auch die lückenlose Übergabe an das Behandlungsteam ermöglichen.

Das Kölner Netzwerk wird auch wissenschaftlich begleitet. So soll überprüft werden, ob sich durch diese Art der flexiblen und persönlichen Betreuung die Versorgung der Patienten verbessern lässt.

Quelle: Uniklinik Köln, Mitteilung vom 15. August 2012

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letzte Änderung 19. Februar 2016, 10:24 Uhr

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Stand: 18-Nov-2017, 12:48 PM
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