Bluttest ermöglicht frühe Diagnose des Morbus Parkinson

Frankfurt am Main, 25.10.2012

UMEÅ (Biermann) – Ein Forscherteam aus schwedischen und britischen Wissenschaftlern hat einen Test entwickelt, mit dem sich die Parkinsonerkrankung bereits in einem frühen Stadium nachweisen lässt. Bislang befindet sich dieser Test allerdings noch in der Phase der Grundlagenforschung und steht noch nicht für die tägliche Praxis zu Verfügung.

Derzeit wird die frühzeitige Diagnose eines Morbus Parkinson dadurch erschwert, dass eine Vielzahl von Krankheiten zu ähnlichen Symptomen führt. Um ihre Diagnose zu stützen, bleibt Ärzten häufig nur zu beobachten, ob dopaminhaltige Medikamente zur Verbesserung der Symptomatik führen.

Wie Ludmilla Morozova-Roche und Kollegen nun in der Zeitschrift Chemical Science berichten, reichen bei ihrer Methode schon zehn Milliliter Blut und einige Minuten, um die Diagnose zu stellen. Dabei weisen sie mit Hilfe einer elektrochemischen Analyse körpereigene Antikörper gegen das parkinsonspezifische Amyloid-Protein Alpha-Synuclein nach.

„Unser elektroanalytischer Ansatz unterscheidet nicht nur sicher zwischen Personen mit Morbus Parkinson und gesunden Kontrollpersonen, sondern gibt auch Auskunft über den Fortschritt der Erkrankung“, erklären die Wissenschaftler.

Quelle: Chemical Science, Online-Publikation vom 11. September 2012 ; DOI: 10.1039/C2SC21221H

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letzte Änderung 19. Februar 2016, 10:24 Uhr

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Stand: 25-Sep-2017, 05:13 PM
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